Der Spieltag - 04.10.2026
# Liga 2, Spieltag 4: Aufholjagd ohne Happy End gegen Yeetles FC
Mit Yeetles FC wartete eine altbekannte Mannschaft auf uns. In den vergangenen Jahren hatten wir gegen sie mit vier Siegen und einem Unentschieden meist die Oberhand. In dieser Saison zeigen die Yeetles jedoch ein anderes Gesicht. Erst in der Vorwoche konnten sie FC Tyrol, einen der Ligafavoriten, klar besiegen.
Trotzdem wollten wir den Aufwärtsschwung aus der letzten Woche mitnehmen und erneut punkten.
Der Start verlief allerdings katastrophal.
Zweimal verloren wir als letzter Mann den Ball – zweimal nutzte der Gegner die Einladung eiskalt aus. Nach gerade einmal vier Minuten lagen wir bereits mit 0:2 zurück. Wenig später folgte der nächste Konter, bei dem unsere Rückwärtsbewegung überhaupt nicht stimmte – 0:3.

Dem Coach platzten zu diesem Zeitpunkt bereits die ersten Adern im Kopf.
Erst danach begannen wir endlich Fußball zu spielen. Julian Berenz verkürzte auf 1:3 und brachte uns wieder etwas zurück ins Spiel.
Doch eine Minute vor der Halbzeit folgte der nächste Rückschlag. Nach einer eigenen Ecke liefen wir in einen Konter und kassierten das 1:4.
Mit diesem Rückstand ging es in die Pause.
Dort wurde es entsprechend etwas lauter. Jeder Spieler wusste: Wenn wir aus diesem Spiel noch etwas mitnehmen wollen, muss sich in der zweiten Halbzeit einiges ändern.
Und die Reaktion kam.
Wir starteten stark, drückten Yeetles FC tief in die eigene Hälfte und erspielten uns Chance um Chance. Das einzige Problem: Der Ball wollte einfach nicht ins Tor.
Mal schossen wir den Torwart an, mal landete der Ball an der Latte, mal trafen wir ihn nicht richtig. Zu diesem Zeitpunkt hätten wir gut und gerne bereits sechs oder sieben Treffer erzielen können.

Dann bekam die Aufholjagd einen Namen: Andrii Tolok.
Rund 15 Minuten vor dem Ende nahm er sich ein Herz und jagte den Ball mit purem Willen ins Kreuzeck – 2:4. Nur eine Minute später verwertete er eine Flanke zum 3:4.
Plötzlich war alles wieder offen.
Kurz darauf war es Andreas Schwaiger, der einen Querpass trocken zum 4:4 einschob.
Und zwei Minuten vor Schluss war die Wende tatsächlich perfekt: Martin Griesser schob einen Freistoß flach unter der Mauer ins kurze Eck – 5:4.
Was für eine zweite Halbzeit.
Genau so wollen wir auftreten: mutig, aggressiv, mit Tempo und dem unbedingten Willen, ein Spiel noch zu drehen. Dass wir dabei eigentlich locker zehn Tore oder mehr hätten erzielen können, passt leider weiterhin zu unserer bekannten Abschlussschwäche.
Doch leider sollte es kein Happy End geben.
Mit praktisch der letzten Aktion des Spiels wurde ein gegnerischer Schuss abgefälscht und landete genau vor dem Topstürmer der Yeetles, der nur noch zum 5:5 einschieben musste.
Schlusspfiff.
Ein Unentschieden, das sich wie eine Niederlage anfühlt. Nur zwei Minuten zuvor sah alles nach einem der geilsten Siege der letzten Jahre aus – nach einer Aufholjagd von 1:4 auf 5:4.
Trotzdem müssen wir vor allem die zweite Halbzeit mitnehmen. Genau diese Mentalität und dieser Fußball müssen unser Anspruch sein – allerdings von der ersten Minute an und nicht erst nach einem deutlichen Rückstand.
Nächste Woche ist spielfrei. Weiter geht es in zwei Wochen gegen die bisher ungeschlagenen Loden.
Unsere Torschützen:
Andrii Tolok (2x)
Julian Berenz
Andreas Schwaiger
Martin Griesser
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